Systemische Arbeit

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Wir bieten allen Schülern unserer Montessori-Schule jeden Mittwoch die Möglichkeit an, systemisch zu arbeiten. Aber was ist systemische Arbeit überhaupt und was bedeutet das für die Schüler? In der systemischen Arbeit geht man davon aus, dass sogenannte Schulprobleme kein Persönlichkeitsmerkmal sind. Schulprobleme sind Symptome, die in der Zeit entstehen und auch in der Zeit veränderbar sind. Es gibt kein sinnloses, abweichendes Schülerverhalten. Der Schüler hat immer einen Grund für sein Verhalten (in Leistung, im Verhalten, im Erleben).

Das systemische Brett
Das systemische Brett

Probleme die im schulischen Alltag vorkommen können und die man systemisch bearbeiten kann sind zum Beispiel:

  • – Konzentrationsprobleme – Lernschwierigkeiten – Auffälligkeiten im Sozialverhalten – Konflikte jeglicher Art – Ängste von Schülern

Grundsätzlich haben die Schüler aber die Möglichkeit, mit allem was sie selber als Problem empfinden, zum Gespräch zu kommen. In der systemischen Arbeit geht es generell darum, Lösungen für Probleme zu finden. Man sagt, dass jeder, der ein Problem hat, auch eigentlich die Lösung dafür kennt. Manchmal kann man den Lösungsweg vor lauter Blockaden aber selber nicht sehen. Durch verschiedene systemische Arbeitsmethoden kann man diese Blockaden auflösen und so zu einer Lösung kommen. Durch die systemische Arbeit kann man das sogenannte Dreieck in dem sich die Schüler bewegen besser ins Gleichgewicht bringen. Die Eckpunkte davon sind:

  • Sollen (Anforderungen der Schule und der Eltern)
  • Wollen (Motivation und Selbstbild des Schülers)
  • Können (Begabung und Kompetenzen des Schülers)

Dabei wird versucht, die verdeckte positive Kehrseite von schulischen Problemen zu entschlüsseln und über die Ressourcen des Schülers nach vorne zu arbeiten. Entscheidend in der systemischen Arbeit ist, dass sie wertschätzend und von einem neutralen Standpunkt aus stattfindet. Das heißt, es geht nicht darum, dem Schüler Verfehlungen aufzuzeigen. Ganz im Gegenteil, die systemische Arbeit ist rein ressourcenorientiert und arbeitet ausschließlich mit den Stärken des Schülers. Es gibt in dieser Arbeit kein „Richtig“ oder „Falsch“ und kein „Gut“ oder „Böse“. Sondern man erarbeitet mit dem Schüler wohin ihn sein bisheriger Weg geführt hat, was das mit ihm macht und wie er eine andere Sichtweise bzw ein anderes Verhalten entwickeln kann, um aus seinem bisherigen Muster herauszukommen. Dabei arbeitet man immer nach vorne in die Zukunft, nicht zurück in die Vergangenheit. Hinweis: Die Teilnahme an der systemischen Arbeit bedarf der Einwilligung der Eltern. Sie findet ausschließlich auf freiwilliger Basis statt.